DVD-Check: Christopher Robin

Manche Filme sind so klebrig-süß, dass sie ein Mensch außerhalb des Krabbelalters kaum beschwerdefrei verdauen kann. Der Disney-Streifen Christopher Robin ist sogar noch viel süßer.

Dass er dennoch sogar erwachsenen Menschen einen Riesenspaß bereitet, ist vor allem den plüschigen Figuren neben dem Titelhelden zu verdanken. Winnie Puuh, Tigger, Ferkel, I-Ah, Känga, Roo, Eule und Rabbit zählen seit fast einhundert Jahren zu den beliebtesten Wesen, die die Kinderliteratur zu bieten hat. Gemeinsam bilden die tierischen Helden nahezu sämtliche Schwächen ab, vor denen sich Kinder (und auch Erwachsene) fürchten. Im Film Christopher Robin kommt es aber auf diese Lucky Loser an, denn es gilt, den Titelhelden an sein wahres Ich zu erinnern. Ausgerechnet das scheint Christopher Robin nämlich auf dem Weg ins Erwachsenenalter abhanden gekommen zu sein. Nicht nur er selbst, sondern auch seine kleine Familie leidet unter dem Joch des Hamsterrades, aus dem der strebsame Effizienzexperte Christopher keinen Ausweg mehr zu finden scheint.

Wir verraten nicht zu viel, wenn wir darauf hinweisen, dass am Ende natürlich alles gut wird. Denn wäre es nicht so, dann wäre es auch keine Winnie-Puuh-Geschichte. Herzerwärmend, fast schon philosophisch. ta

DVD Cover Christopher RobinChristopher Robin
Regie: Marc Forster
104 Minuten
Fantasy / Abenteuer

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