So ein Übel. Zum Ende dieses Seuchenjahres macht nicht einmal das verbale Austeilen gegen Stadt, Politik und Verwaltung richtig Freude. Der Kurdirektor ist ohnehin weg, der Bürgermeister noch in seiner 100-Tage-Schonzeit und die armen Knöllchenschreiber frieren sich in der leeren Innenstadt die Füße blau. Warum also noch nachtreten?

Wie wäre es dagegen mal mit Nachsicht, Toleranz und Verständnis? Auch und besonders in Corona-Zeiten? Zugegeben: Es wird immer schwerer, doch der Versuch lohnt sich allemal. Schließlich sollten wir uns auch wieder begegnen und treffen wollen, wenn wir es auch tatsächlich wieder dürfen.

Aber: Möchten wir in der hoffentlich nahen Zukunft noch mit dem Nachbarn am Gartenzaun quatschen, den wir längst und leicht als typischen Corona-Leugner und Querdenker entlarvt haben? Und haben wir dann auch noch Lust auf einen harmlosen Small Talk mit der Arbeitskollegin, die als systemkonformes Schlafschaf ohnehin nur zu jedem Thema brav nickt?

„Wir werden (…) einander wahrscheinlich viel verzeihen müssen.“ Dieses Spahn-Zitat haben wir schon im Juli für die Glosse bemüht. Zum Ende dieses Jahres und (vielleicht) der Pandemie ist es aktueller denn je!

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