Portrait von Albert Engelhardt
Albert Engelhardt mit einem guten Beispiel dafür, wie auf den Müll in der Natur hingewiesen werden kann. // Foto: Madeline Rasche.

Das haben wir nicht vorhergesehen. Als wir Albert Engelhardt zum Interview baten, haben wir uns auf ein kurzes Interview mit ihm gefreut. Seitdem der 58-jährige Salzufler aus dem eigenen Betrieb ausgeschieden ist, dürfte es schließlich etwas ruhiger um ihn geworden sein. Von wegen. Albert sprüht vor Tatendrang und neuen Projekten. Sein neues Leben ist so vielseitig, dass wir in unserer Printausgabe nur einen Bruchteil des Gesprächs mit ihm wiedergeben konnten. Hier nun das komplette Interview.

Hallo Albert, über viele Jahre hast du einen renommierten Baufachhandel in Bad Salzuflen geführt. Warum heute nicht mehr?
Ich habe das Geschäft nach meinem BWL-Studium von meinen Eltern übernommen. Es war ein Geschenk, aber irgendwie nicht meins. Ich habe mich in meinem Beruf leider nie richtig wohlgefühlt, obwohl das eine tolle Branche mit guten Leuten ist!

Vermisst du diese Tätigkeit nicht?
Der Alltag hatte mich früher zu fast einhundert Prozent fremdbestimmt. Da blieb nicht mehr viel Albert! Das ist jetzt anders und eröffnet mir eine Fülle neuer Perspektiven. Dafür bin ich dankbar! Natürlich schüttelt man seinen lang ausgeübten Beruf nicht einfach so ab. Das darf Zeit haben.

Lässt sich der Schalter einfach umlegen?
Anfangs war es fast unmöglich! Erst als ich mich circa ein Jahr nach dem Ausscheiden plötzlich in Ruhe auf einem Sofa sitzend ein Buch lesen sah, wusste ich, dass es wohl nun besser werden würde! Letztlich hat mich der Wald bei mir um die Ecke gerettet. In diesen bin ich dann eben immer gegangen, wenn Unruhe aufkam!

Albert Engelhardt am Flügel
Konzert zwischen Zementsack und Mauerkelle. // Foto: privat.

Als Baustoffhändler hattest du bereits außergewöhnliche Ideen umgesetzt. Zum Beispiel die Klassikkonzerte zwischen Zementsack und Maurerkelle. Ist das Klavier der Ort, an dem du dich wohler fühlst?
Ganz sicher. Da kann man selber bestimmen, welche Töne man hören will! Etwas mit Musik zu machen, hat mich immer schon getrieben.

Wie hast du die Begeisterung zur Musik entdeckt und gelebt?
Meine Begeisterung war nie aufzuhalten. Als knapp 30-Jähriger habe ich im Salzufler Männerchor angefangen, dann über Jahre Gesangsunterricht genommen, in einer Band Keyboard gespielt und auch gesungen. Später habe ich bei den fantastischen Voice Pearls unter Leitung von Hans-Hermann Jansen in Lage angeheuert und plötzlich stand ich 2020 auf der Bühne im Extrachor der Oper in Bielefeld. Als erster Bass habe ich in einer französischen Oper mitspielen dürfen. Quasi vom Baustofftresen auf die Opernbühne!

Ganz schön mutig!
Meine persönlich größte Tat aus heutiger Sicht. Ich habe es geliebt und am Ende wurde ich zum Stück selbst, indem ich in der Oper Margarethe von Charles Gounod zum Mephisto, zur Grete und zum Faust werden durfte. Letztlich war der Blick von der Opernbühne durch die Brille der Kunst ins Leben klarer als andersherum. Plötzlich merkte ich, dass ich diese drei Persönlichkeiten auch in meinem wirklichen Leben verkörpere –
je nach meinem eigenen Belieben! Goethes Faust sagte mir viel mehr, als ich je vermutete. So eine Art weltliche Trinität! Das Stück ist nicht umsonst so populär in der europäischen Kultur mit dieser für mich bis dahin verborgenen Botschaft!

Kunst als Selbstfindungstrip?
Warum nicht? Der Blick aus der Kunst zurück in den Alltag ist mit ganz neuen Bildern und Gedanken behaftet! Wir brauchen Kunst als Spiegel- und Reflektionsinstrument. Auch um das Schöne in der Welt und vor allem in unserer Natur wiederzuerkennen. Wir sind alle zu schnell geworden, glaube ich! Es ist alles zu viel!

Wenn du ein Instrument wärst, welches wärest du?
Ich würde dann wohl Albert Steinway heißen!

Dein Rückzug aus dem Baufachgeschäft – war das eine Ad-hoc-Entscheidung oder hat dich das schon länger beschäftigt?
Wenn du etwas nicht mit Leidenschaft und Liebe tust, kann es meines Erachtens nur eines Tages zum Ausstieg führen. Entweder machst du es selber oder es wird gemacht! Ich hatte recht früh gemerkt, dass es nichts für mich ist, aber eine Familientradition hinzuwerfen war keine Option! Ich bin sehr dankbar, dass ich nun die Möglichkeit fand auszusteigen, um etwas Neues beginnen zu können.

Das Reflektieren über die Welt, die Umwelt und über dich selbst! Welche Momente haben dich zum Grübeln und vielleicht auch zum Neustart geführt?
Meine Gedanken über die Welt, unser Sein und Sinn waren für mich immer wichtiger als manches Tun! Sicherlich bin ich mit dem elterlichen Unternehmen beschenkt worden. Aber mich hat immer mehr die Muse und die Philosophie interessiert! Die Natur habe ich jedoch erst wahrgenommen und lieben gelernt, als ich aus meinem Unternehmen ausgeschieden und viel gewandert bin. Ich bin zwar vorher auch in die Wälder gegangen, aber da habe ich weder Bäume noch Müll gesehen, obwohl ja alles direkt vor mir war. Ich war nur mit mir beschäftigt und ehrlicherweise war es mir auch egal! Seit es ruhiger um mich herum ist, ist mir klar, dass unsere Erde in Wahrheit das größte Kunstwerk und Geschenk überhaupt ist. Und dass wir für dieses Werk die größte Verantwortung tragen. Irgendwann habe ich dann angefangen, den Müll häufiger aufzuheben.

Und heute räumst du den Wald auf?
Nicht immer, aber immer öfter. Ich mache es auch heute nicht immer, manchmal möchte ich auch einfach nur spazieren. Letztlich ist es ja nur eine Unbewusstheit, die zum Wegwerfen beispielsweise eines Bonbonpapieres führt. Ich könnte es ja auch in die Hosentasche stecken und zu Hause entsorgen. Wir müssen einfach nur unser Licht anknipsen, dachte ich. Wir sind also nur einen minimalen Schritt davon entfernt eine saubere Welt zu bekommen. Das ist nicht mal ein Verzicht, sondern macht glücklich. Vor allem habe ich einen Fußweg bei mir um die Ecke immer wieder aufgeräumt und dabei einen sehr interessanten Effekt festgestellt. Je sauberer dieser Weg wurde, desto weniger Müll wurde wieder dort hingeworfen. Er lag zwar dafür eine Straße weiter vermehrt, aber mir ist klar geworden, dass wir schneller dort etwas hinwerfen, wo es eh schon dreckig ist! Also bleibt uns nur das Aufräumen und Sauberhalten – so lange, bis es eben sauber bleibt.

Mit Vorwürfen, Weltuntergangsszenarien oder Strafen kommen wir ohnehin nicht weiter. Und überall Mülleimer aufzustellen, kann auch keine Lösung sein. Es kann nicht die Aufgabe einer Kommune sein, hinter uns herzuräumen. Wir brauchen meines Erachtens keine weiteren technologischen Evolutionsstufen. Wir können uns schon beim Landen auf dem Mars selber zusehen. Das läuft! Meiner Meinung sollte die nächste Stufe darin liegen, ein Bewusstheit über unser Tun und auch über unsere Verantwortung der Natur und unserer Mitgeschöpfe zu entwickeln. Wir sind einfach sehr mächtig und viele geworden – dadurch haben wir die Intelligenz und die Kraft, zahlreiche Dinge zu erschaffen und auch zu zerstören.

Was willst du also tun?
Wie sicherlich aus meinen vorherigen Anmerkungen deutlich geworden ist, würde ich gern etwas machen, was mich erfüllt. Ich möchte mich der Natur widmen und zudem weiter einen künstlerischen und kulturellen Weg beschreiten, ob nun als Förderer oder auch aktiv. Mal sehen …

Albert Engelhardt beim Wandern
Immer unterwegs. Und fast immer zu Fuß. // Foto: privat.

Du bist mehrmals auf dem Jakobsweg gepilgert. Wie hast du diese Reise erlebt? Hat das noch etwas von Pilgern oder ist das mittlerweile Eventurlaub mit Esoterik-Anstrich?
Die Frage ist, was man selber daraus macht. Alles davon ist möglich! Ich habe mich meist mit einem Problem oder einer Frage auf den Weg gemacht. Als ich 2006 den Weg das erste Mal gelaufen bin – nach Santiago de Compostella – war mir danach schon klar, dass das mit meiner Tätigkeit als Baustoffhändler nichts werden wird. Ich hatte zwar den Entschluss auszusteigen damals schon gefasst, es mir am Ende aber einfach nicht zugetraut!

Unsere Natur hier in OWL ist übrigens auch fantastisch schön zum Wandern. Ich bin letztes Jahr den Hermannsweg/Eggeweg gegangen. Ein wunderschöner Weg, wenn auch der Wald sehr gelitten hat! Der Unterschied allerdings zu den Jakobswegen in Südeuropa ist, dass man dort die ganze Welt trifft und man sich mit den anderen Pilgern gleich eins und somit auch nie allein fühlt. Jeder hat einen Grund, diesen Weg zu gehen. Und die Gründe sind so vielfältig wie die Menschen selbst. Es ist dieser vertraute Blick zwischen den Pilgern, als hätte man ein gemeinsames Geheimnis im Rucksack zu tragen, was die Mystik dieser seit nahezu 1.000 Jahren bewanderten Wege für mich ausmacht. Im Gehen in diesen wunderschönen Kulturlandschaften, mit ihren alten kunstreichen Kirchen und dem mediterranen Flair, kann man sich so schön verlieren. Die Gedanken lösen sich und man kommt schon etwas näher zum Kern seines Seins – sicherlich auch durch die Strapazen, die Erschöpfung und die Einfachheit, die so ein Weg mit sich bringt!

Man spürt sich wieder und freut sich abends einfach nur noch auf ein Bier und ein Bett! Da ist dann kaum Platz für Probleme im Geist und man kann sich gut für Neues öffnen. Außerdem trifft man wunderbare Menschen dort. Es wird einfach still um einen selbst und man findet dort nach einer Weile tatsächlich zu sich! Das ist zumindest meine Erfahrung! Diese Stimmung ist einfach gut für Lebensentscheidungen! Das ist der Grund für mich, dort immer wieder zu laufen! Der Camino ist ein Weg des Urvertrauens! Er sorgt schon für dich, wenn du dich auf ihn einlässt! Ich möchte anmerken, dass wir auch in Deutschland eine Fülle von wunderschönen Jakobswegen haben, auf denen man diese Erfahrungen auch leben kann! Ich bin auch schon einige gegangen.

Welche Projekte stehen für dich als Nächstes an?
Im Sommer starte ich mit meinem Freund, den ich schon 2006 auf dem Jakobsweg kennengelernt habe, und seiner Frau unsere Grand Tour! Wir sind schon so manchen Weg gegangen, auch durch die Alpen! Quasi die Krönung unserer gemeinsamen, freundschaftlichen Pilgerschaft! Wir wollen von Wien nach Rom, über die dann zu durchwandernde Insel Korsika, dann wieder mit dem Schiff an die europäische Küste und weiter nach Lourdes. Von dort geht es auf den Camino francaise bis Santiago weiter nach Finisterre zum Ende der Welt!

Die Etappen wollen wir auf drei Jahre verteilen und ich hoffe, dass mein Körper mir die Möglichkeit gibt, das durchzuhalten! Dieses Jahr werden wir daher erst von Wien nach Venedig gehen! Vorsichtshalber mit Zelt wegen Corona, falls es dann damit erlaubt wäre. Weiterhin übe ich natürlich nebenher den Gesang und auch noch Klavier – in der Hoffnung, dass mich die Oper für den Extrachor wieder nimmt. Ich will auch mein Klavierspiel verbessern und die Musik besser verstehen lernen. Klavier ist allerdings sehr mühsam für mich. Es wird mir nichts geschenkt beim Üben. Da ist halt Disziplin gefragt und ich muss mit Musiktheorie und Notenlehre ganz von vorn beginnen. Das dauert!

Fühlst du dich als Aussteiger?
Irgendwie ja! Ich habe festgestellt, dass es nur einen einzigen Menschen auf der Welt gibt, der mit dem Setzen einer neuen Ursache andere, gewünschte Ergebnisse in seinem Leben erzielen kann. Das ist die Kollegin oder der Kollege, den wir jeden Morgen im Spiegel sehen. Der lächelt sogar, wenn wir selber damit anfangen! Nein, es wird auch keiner vom Himmel herunterfahren, um beispielsweise den ganzen Müll wieder wegzuräumen. Batman und Superman sollten schon um die Achtzig sein und alle anderen droben haben derzeit sicher andere Aufgaben in dieser Pandemie, die alles nur noch beschleunigt und uns mit der ganzen Angst noch mehr von uns und der Natur trennt. Da bleiben nur noch wir selbst übrig.

Diese Überlegungen fühlen sich aussteigend aus einem festen Gedankenkonstrukt an. Weil ich die Verantwortung für mein Leben nun, soweit es geht, komplett in meine Hände legen will. Ich bin überaus dankbar, dass ich so mit mir handeln darf und auch die Möglichkeit und die Zeit dazu habe. Letztlich hätte ich schon Zeit vorher gehabt, aber ich hatte einfach keine Muße, weil ich in meinen beruflichen Gedanken immerzu gefangen war! Da war einfach kein innerer Platz!

Wie hat sich dein Alltag und dein Tagesrhythmus verändert?
Jedenfalls ist der Waldbesuch im Asenberg ein fester Bestandteil der Tagesplanung. Auch die Überlegung, was ich nun mit meinem Leben wirklich noch anfangen will oder wo ich mich bewerben könnte. Seit über einem Jahr habe ich auch kein Auto mehr! Eine liebe Freundin stellt mir ihr Saab-Cabrio zur Verfügung, wenn ich mal ein Auto benötige! Dafür bin ich sehr dankbar und nun muss ich eben viel laufen. Ich habe gerade ja auch nun die Zeit dafür!

Interessanterweise habe ich festgestellt, dass ich mit der Zeit mit weniger viel glücklicher geworden bin als mit allem, was ich vorher meinte zu haben oder auch nicht! Letztlich hatte ich schon immer alles, was ich brauchte. Das ist ein schönes Gefühl von Dankbarkeit, das ich nun daraus entwickelt habe! Das habe ich vorher auch nicht sehen können – es ist eine sehr befreiende Erkenntnis! Ich weiß auch, dass es vielen nicht so geht und auch das habe ich vorher leider nicht richtig bemerkt. Ich habe nun auch einen ganz anderen Respekt entwickelt für die Lebensgeschichten der Menschen.

Du planst etwas Richtung Umweltschutz! Welche Intention verfolgst du?
Meine Überlegungen über den Müll in der Welt sind, dass es quasi aus Versehen, aus einer Unbewusstheit geschieht. Und der Anblick der Verdreckung tut mir mittlerweile tatsächlich weh! Ich bin mir aber auch sicher, dass wir dieses Problem sofort lösen könnten, indem wir uns darüber bewusst werden, dass wir es selbst sind mit unserem Tun! Da braucht es theoretisch nicht mal eine Organisation dafür.

Dennoch habe ich Lust, in dieser Richtung etwas auf die Beine zu stellen. Allerdings erst, wenn es das Virus wieder zulässt. Stell dir mal vor, Bad Salzuflen wäre komplett sauber und keiner würde mehr etwas achtlos wegwerfen. Herrlich!

Ich vermute, dass so etwas möglich ist, wenn sich einige Leute aus der Stadt dafür engagieren. Ich würde vielleicht auch mit kleinen Aufräumaktionen starten und schauen, wo das hinführt. Man sieht ja auch immer mehr Bad Salzufler, die solche Aufräumaktionen anzetteln und das ist fantastisch. Max Sieveke hatte das schon zweimal organisiert und wir haben die B239, in der Nähe des Werler Krugs aufgeräumt. Wer einmal aufgeräumt hat, schmeißt wahrscheinlich auch nichts mehr weg!

Das alles soll allerdings nicht in Konkurrenz zu den Bemühungen der Stadt oder anderen Initiativen stehen, sondern nur ein weiterer Schubser sein, mehr Menschen und vor allem die Kinder dazu ganz selbstlos zu motivieren. Die Einstellung zu unserem Umweltbewusstsein fängt nun mal in jungen Jahren an und das gemeinsame Vormachen der Älteren hat mehr Effekte als jede verbale Aufforderung.

Letztlich könnte das in jeder Stadt geschehen, wenn sich ihre Bürger selber dafür einsetzen! Die Stadt Bad Salzuflen räumt schon überall immer wieder auf, was auch wirklich sichtbar ist. Aber letztlich ist es unsere Aufgabe, erst gar nichts mehr wegzuwerfen – und da möchte ich gern mit Ideen etwas in Bewegung bringen. Es gibt schon sehr gute regionale und internationale Bewegungen auf der Welt. Manchmal habe ich nur das Gefühl, dass wir uns alle zu sehr auf die Hilfe von außen verlassen. Wir warten oft auf den großen Wurf oder einen angebeteten Heilsbringer, der uns retten soll und übersehen den Müll vor unserer eigenen Haustür! Da fängt es allerdings an und genau dafür möchte ich Menschen motivieren. Eine neue Hippie-Bewegung mit Nature and Peace wär’s doch! Ich werde allerdings auf Bart und lange Haare persönlich verzichten wollen, obwohl das in den letzten Monaten nicht so leicht war! Im Grunde ist das alles ganz einfach. Wahrscheinlich zu einfach! Es erfordert nur einen anderen Gedanken, eine andere Ursache! Mehr nicht! Wenn wir unsere wahre Natur erkennen, werden wir einfach nichts mehr wegwerfen und ab und zu etwas aufheben. Das wäre dann schon alles!

Hast du Angst davor, für einen Spinner gehalten zu werden?
Natürlich! Die neuen Medien sind Fluch und Segen zugleich! Jeder kann sich da auslassen, im Guten wie im Schlechten! Ich habe mich dazu entschieden, dass ich das unter Umständen aushalten muss. Etwas zu tun, ist mir aber wichtiger als das Risiko, als Idiot, Spinner, Möchtegernweltretter oder Sonstiges tituliert zu werden. Ich habe von einem bekannten Autor, Kurt Tepperwein, mal gehört, dass er es sich nicht leisten kann, sich zu ärgern oder schlecht gelaunt zu sein. Er produziere ja mit seinen Gedanken ständig Zukunft! Seine eigene …

Also will ich auch einen gedanklichen Beitrag zur Verbesserung leisten, weil ja alles erst in uns entstehen muss, wenn sich am Ende etwas ändern soll. Ich möchte auch nicht den Zeigefinger erheben. Ich war in der Vergangenheit sicherlich nicht gerade jemand, der große Rücksicht auf die Natur genommen hat. Ich bin auch viel geflogen und ich möchte auch weiterhin dieses ab und an tun. Es würde nun keinen Sinn machen, alles zu verbieten oder schlecht zu reden und das Schlimmste wäre sicherlich, wenn nun jeder jeden kontrollieren oder gar kritisieren würde und die Leute auch noch darüber streiten würden! Wenn das nicht aus uns selbst kommt, dann kommt es eben nicht, dann ist das so! Wenn wir im Kleinen ganz klein anfangen, ist das doch der Anfang! Alles Weitere wird sich in uns selbst tun, ganz automatisch, wenn sich unsere Wahrnehmung ändert! Einfach immer mal Müll aufräumen, wenn einem danach ist! Der Rest ergibt sich! Selbst wenn der Klimawandel nicht menschengemacht wäre, warum sollten wir ihn dann durch Unachtsamkeit erst herbeiführen!

Wenn du in 30 Jahren deine Memoiren schreibst, wie lautet der Titel?
Villabajo ist jetzt auch sauber!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kommentare

Mein lieber Albert,
Worte die einen über 50jährigen nachdenklich machen.
Ich wünsche Dir auf Deinem neuen Lebensweg nur das beste und gebe zu, Dich hier und da etwas zu beneiden.
Grüße,
Thorsten