Streusalz – die Glosse für den Januar

In der Fußgängerzone konnte man sich zuletzt fühlen wie Alice im Wunderland:

Erst kamen Bäume per Kran geflogen, dann tauchten auf der politischen Vereinsbühne plötzlich entschlossene Einzelhändler auf. Kurz darauf erschienen viele bunte Weihnachtsbuden auf dem neuen Pflaster und dann fuhr um einen Brunnen herum noch ein Geländer hoch. Ein Geländer? Wofür? Damit der Geysir-Brunnen nicht für nasse Kurgäste sorgt. Dabei haben sich einige schon auf den ersten Ms.-Wet-T-Shirt-Contest in der Langen Straße gefreut.

Feuchte Augen dürften die Salzufler demnächst sowieso bekommen, wenn die Grundsteuer um mehr als 20 Prozent angehoben wird, um wieder mal die leeren Kassen zu füllen. Da ist es nur ein kleiner Trost, dass das eigene Geld nicht weg ist, sondern nur wem anders gehört. Der finanzielle Mehrwert in der kommunalen Kasse geht übrigens nicht allein für Bauprojekte drauf, sondern größtenteils für Familie, Jugend, Soziales und Gedöns, wie ein großer Dichter es einst formulierte.

Themawechsel: Der Kreisel an der Herforder Straße gilt inzwischen als beliebtester Parkplatz der Stadt. Mittlerweile dürfte jeder Herforder einmal darauf geparkt haben. Vielleicht sollte hier einfach das nächste Licht-Wasser-Spiel installiert werden oder auch über eine Sichtachse diskutiert werden. Diese würden zumindest die Herforder begrüßen.

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