Buch-Tipp: Vom Ende der Einsamkeit

© Diogenes Verlag // Vom Ende der Einsamkeit, Benedict Wells. Diogenes Verlag, Gebundene Ausgabe, 368 Seiten, 22,00 €

© Diogenes Verlag // Vom Ende der Einsamkeit, Benedict Wells. Diogenes Verlag, Gebundene Ausgabe, 368 Seiten, 22,00 €

Rückblende ohne Kitsch und Pathos

Das ganze Leben ist eine Wundertüte – das haben die Flippers 1998 schon gewusst und gesungen.
Auch der Held des neuen Romans von Benedict Wells kommt – wenn auch anders formuliert – zu dieser Erkenntnis. Denn unerwartete Schicksalsschläge prägen seine Biografie. Allerdings ist die Zwischenbilanz seines Lebens weit weniger verkitscht als die dauerheile Schlagerwelt der Flippers.

Jules ist ca. 40 Jahre alt und Vater von Zwillingen. Ein Motorradunfall hat ihn in ein tagelanges Koma geschleudert. Als er wieder wach wird, machen sich die Ereignisse der Vergangenheit bemerkbar. Jules erinnert sich an große und kleine Stationen, die Spuren auf seiner Seele hinterlassen haben. Gemeinsam mit dem Leser lässt er sein Leben Revue passieren. Ein Leben, das nicht nur ihn, sondern auch seine beiden älteren Geschwister Liz und Marty immer wieder in eine andere Richtung katapultiert und jedem zeitweise die Rolle des vermeintlichen Gewinners und die des Verlierers zugewiesen hat.

Die Rückblende setzt in dem Jahr ein, in dem ein selbstbewusster, siebenjähriger Jules mit seiner Familie zum letzten Mal den Sommerurlaub bei der Großmutter in Frankreich erlebt. Kurze Zeit später sterben die Eltern bei einem Autounfall. Die Geschwister kommen ins Internat, die Biografien driften auseinander, die Einsamkeit beginnt. ta

Artikel teilen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ja, ich akzeptiere die Hinweise zur Verarbeitung meiner Daten in der Datenschutzerklärung *.