Interview: Das Bermuda-Dreieck

IMG_6663_bearb_1Interview mit Elisabeth und Rolf Stakelbeck, Nadine Wehrbein und Florian Landrichinger, Yvonne Thornton und Stephan Thornton-Schmidt

Seit mehr als einem Jahr gibt es ein Bermuda-Dreieck mitten in der Stadt: Die Gastgeber des Landrichinger’s Alexandra, des Muckefuck und der Salzestuben sind nicht nur Nachbarn, sondern auch Kooperationspartner. Als Bermuda-Dreieck und mit vereinten Kräften machen sie auf sich aufmerksam. Wie es zu dem Namen kam und was das Ganze soll, wollten wir von Elisabeth und Rolf Stakelbeck, von Nadine Wehrbein und Florian Landrichinger sowie von Yvonne Thornton und Stephan Thornton-Schmidt wissen.

Was hat dazu geführt, dass ihr euch zum Bermuda-Dreieck zusammengeschlossen habt?
Rolf: Es fing mit der Baustelle an der Salze an. Dadurch waren die Zuwege für unsere Gäste eingeschränkt und neue Besucher konnten uns nur schwer finden. Also haben wir uns gesagt: „Wir müssen was tun.” Da kam die berühmte Schnapsidee mit dem Namen Bermuda-Dreieck gerade recht. Und weil wir drei Betriebe sind, passte der Name natürlich umso besser zu uns. Drei Läden – drei Ecken.

Mit Logo und Bannern an den Bauzäunen habt ihr dann gemeinsam geworben – aber ihr hattet vorher schon gemeinsame Sachen auf die Beine gestellt, oder?
Elisabeth: Wir haben schon immer viel miteinander zu tun gehabt: Unsere Biergärten grenzen unmittelbar aneinander und als Nachbarn kennt und unterhält man sich natürlich. So kam es dann auch zu der Idee, eine Hauswand als Leinwand zum Fußballgucken zu nutzen. Oder zu den recht spontanen Auftritten von Musikern mitten in und zwischen unseren Biergärten.

Yvonne: Seit zwei Jahren veranstalten wir zum Salzsiederfest-Wochenende auch immer eine gemeinsame Party im Bermuda-Dreieck – mit Live-DJ und toller Stimmung. Auch Live-Musik zum Weinfest haben wir aufgeboten. Solche spontanen, unkomplizierten Events sind es, die unsere Gäste schätzen. Jeder kann da sitzen, wo er am liebsten sitzt – und trotzdem bekommt er alles mit.

Stephan: Es geht eigentlich sowieso immer recht unkompliziert bei uns zu: Wer sein Steak vom Alexandra mag, bekommt es auch auf die Terrasse vom Muckefuck geliefert. Oder: Wen am späten Freitagabend noch ein kleiner Hunger quält, der geht rüber und holt sich eine von Rolfs legendären, selbstgemachten Freitags-Frikadellen.

Florian: Also, in einem Radius von 50 Metern kannst du hier jedenfalls nicht verhungern oder verdursten!

Und wie vermeidet ihr Probleme untereinander?
Nadine: Es gibt einfach keine; ganz im Gegenteil: Das Miteinander befruchtet sich, hilft jedem und bringt immer wieder neue Ideen hervor. Zudem sind unsere drei Betriebe ohnehin ganz verschieden, so dass es da auch keinen Futterneid gibt.
Elisabeth: Unter netten Nachbarn gibt es eben auch keine Probleme.
Rolf: Außerdem sind wir ja auch menschlich und vom Alter her bunt gemischt: Nadine und Florian, Yvonne und Stephan gehen mit dem Alexandra und dem Muckefuck jeweils ins vierte Jahr …
Stephan: … und Elisabeth und Rolf waren schon immer da!

Was für Projekte stemmt ihr noch gemeinsam?
Florian: Zum Beispiel die Beleuchtung der großen Platane zwischen unseren Läden: Da haben wir zusammen-gesessen und gedacht, wie schön es doch sein könnte, wenn der Baum illuminiert wäre. Und gesagt, getan. Inzwischen wird der prächtige Baum jeden Abend von über 3.800 LEDs beleuchtet. Er verleiht unserem Bermuda-Dreieck einen ganz besonderen Charme.

Gibt es weitere Ideen und Pläne?
Stephan: Seitdem die Steege fertig ist, ist das ein ganz toller Platz hier an der Salze geworden. Da ließen sich bestimmt auch tolle Events mit weiteren Gastronomen und Kaufleuten aus unserer Ecke organisieren. Sozusagen flußübergreifend.

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