Streusalz – Die Glosse für den Mai

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Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben …“, lautet ein alter Spruch, der sich mit den Schwierigkeiten des zwischenmenschlichen Zusammenseins beschäftigt. Von diesen Problemen kann man auch in Bad Salzuflen immer wieder ein Liedchen singen. Die Schützen durften (bzw. mussten) der alten Litanei bei ihrem Jubiläumsball (der dann übrigens ohne Ärger oder Beschwerden im Kurhaus ablief) eine neue Strophe hinzufügen. Man liest doch immer wieder davon, dass einsame Inseln in der Karibik verkauft werden? Vielleicht wäre das ja für einige mal ein hilfreicher Ansatz?

Stiller und optisch gelassener wird es allerdings auch hier in den nächsten vier Wochen, denn die wichtigsten und dringlichsten Abstimmungen sind fürs Erste gelaufen (Landtagswahl und Eurovision Song Contest). Jetzt werden die alten Plakate eingemottet, bevor spätestens im Juli neue, bestens ausgeleuchtete Gesichter von den Laternenmasten grüßen. Im September wird schließlich wieder gewählt.

Wie sagte schon Loriot? „Der beste Platz für einen Politiker ist das Wahlplakat. Dort ist er tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen.” Ebenso gilt aber auch der Satz: „Nur wer mitmacht, darf auch meckern” – und das gilt für Wahlen ebenso wie für den Verkehr.

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