DVD-Check: La Mélodie – Der Klang von Paris

Geschichten wie die von La Mélodie wurden schon dutzendmal auf die Leinwand gebracht – dennoch bietet diese französische Lehrer-Schüler-Variante neue Zwischentöne.

Simon Daoud ist Geigenlehrer. Die Motivation für seinen neuen Job an einer Pariser Problemschule ist überschaubar, denn seine jugendlichen Schüler scheinen ebenso unbegabt wie desinteressiert zu sein. Ausgerechnet diesen Kindern soll Daoud in nur wenigen Wochen die Scheherazade von Rimskij-Korsakow beibringen. Der Grund: Der Geigenunterricht für die vernachlässigten Kids ist Teil des Förderprogramms Démos der Pariser Philharmonie, dessen Resultate im Rahmen eines festlichen Konzerts präsentiert werden. Daoud macht alle möglichen Tiefen und nur wenige Höhen eines feingeistigen Musikers mit Bildungsauftrag durch. Von den Schülern wird er verhöhnt, von einem Vater physisch angegriffen und von der Schule im Stich gelassen. Ausgerechnet der sensible Außenseiter Arnold, für den der Geigenlehrer so etwas wie eine Vaterfigur einnimmt, entwickelt sich zum Heilsbringer. Mit Talent und Eifer führt er seine Mitschüler zusammen und den Lehrer näher an sein Ziel. Jede Generation hat ihre Wir-können-alles-schaffen-Geschichte. La Mélodie erzählt die der Pariser Kids im Macron-Zeitalter. ta

DVD Cover: La Mélodie - Der Klang von ParisLa Mélodie – Der Klang von Paris
Regie: Rachid Hami
102 Minuten
Drama

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