DVD-Check: A Good Woman Is Hard To Find

DVD-Cover A Good Woman Is Hard To Find

A Good Woman Is Hard To Find
Regie: Abner Pastoll
Mit Sarah Bolger, Edward Hogg
Thriller
97 Minuten
Capelight Pictures

In der ersten Hälfte dieser britisch-belgischen Co-Produktion changiert die Handlung etwas unsicher zwischen deprimierender Milieustudie und Gangsterfilm. Doch dann sorgt Hauptdarstellerin Sarah Bolger für klare Verhältnisse – und für literweise Blut.

Sarah Collins (Sarah Bolger) ist eine zierliche Person, der allerdings körperlich und mental einiges abverlangt wird. Seit der ungelösten Ermordung ihres Ehemanns zieht sie allein ihre beiden Kinder auf. Ihre finanziellen Mittel sind äußerst knapp, ihre Lebensumstände prekär und die Typen in ihrem Wohnviertel alles andere als harmlos. Als sich der Kleinkriminelle Tito (Andrew Simpson) eines Tages Zugang zu Sarahs Wohnung verschafft, gerät die ohnehin angespannte Situation zunehmend außer Kontrolle. Denn Tito hat den größten Drogendealer des Viertels bestohlen; die heiße Ware will er bei der jungen Mutter deponieren. Anfangs sträubt sich Sarah gegen Titos Pläne, allerdings verschafft ihr die prozentuale Beteiligung am Abverkauf der Drogen auch neue Möglichkeiten. Sie lässt sich auf Tito ein, ohne abzusehen, welche Gefahren von ihm und den Drogen ausgehen.

Regisseur Abner Pastoll hat einen rauen, fiesen Thriller geschaffen, in dem sich seine Anti-Heldin schnurstracks auf die Katastrophe zutreiben lässt. Allerdings nur, um anschließend das Ruder und ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Unkonventionell.

ta

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