Zwanzig Jahre ist es her, dass sich Hans Peter Geerdes alias H. P. Baxxter angesichts des unerwarteten Erfolges seines Projektes Scooter erstmals ungläubig die Augen rieb.

Acht Jahre lang hatte der Ostfriese bereits so etwas Ähnliches wie Musik gemacht – mit mäßigem Erfolg. Für den Durchbruch reichte allein ein zeitgemäßes, aufgepoptes Rave-Gestampfe, das durch gebrüllte Animationsfloskeln und nette Grüße an die DJ-Kollegen (denen das z. T. extrem peinlich war, von Scooter überhaupt erwähnt zu werden) textlich untermalt wurde. Unglaubliche elf Wochen hielt sich der Möchtegern-Techno-Track in den deutschen Top Ten! In Italien wurde er sogar zur Nummer 1. Jeder, der etwas von Musik verstand (oder das zumindest glaubte), sah in Scooter das perfekte One-Hit-Wonder. Doch alle hatten die Rechnung ohne Hans Peter gemacht. Bis heute klaut sich der geschäftstüchtige Soundbastler erfolgreich durch die Kulturgeschichte, um aus echter Musik (u. a. von Bob Marley, Supertramp, Marc Cohn, Led Zeppelin, Hans Albers) stampfende Klangcollagen mit Titeln wie How Much Is The Fish, Faster Harder Scooter oder Maria (I Like It Loud) zu basteln. Mit extrem großem Erfolg – mehr als 30 Millionen Tonträger hat Scooter bislang verkauft. Clever! ta

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