DVD-Check: Ghostland

Mein lieber Scholli – Horrorfilme wie Ghostland wären in den Anfangszeiten der Videotheken unterm Tresen gelandet. Oder in den versteckten Ü18-Räumen, die nur ein gnädig dreinblickender Videothekar per Türsummer öffnen konnte. Heutzutage bekommen extreme Schocker wie dieser die FSK-16-Freigabe hinterhergeworfen. Zeiten ändern sich.

Vielleicht liegt es aber auch daran, dass Ghostland trotz all seiner Gewaltdarstellungen vor allem ein unglaublich raffinierter Film ist. Denn die Geschichte der zwei jugendlichen Schwestern Beth (Crystal Redd) und Vera (Anastasia Phillips), die mit ihrer Mutter (Désenchantée-Sängerin Mylène Farmer) ein altes Haus erben und dort bereits in der ersten Nacht brutal überfallen werden, ist alles andere als konventionell. Obwohl im Geisterland alle Bestandteile eines schlichten 08/15-Horrorstreifens zu finden sind, entwickelt Drehbuchautor und Regisseur Pascal Laugier (Martyrs) eine bemerkenswert intelligente Story mit Wendungen, Irritationen und bitterbösen Überraschungen. So viel sei verraten: Mit Geistern und Spuk hat dieser Schocker trotz der zahlreichen merkwürdigen Wesen nichts zu tun. Zartbesaitete Filmfreunde sollten sich aus dem Ghostland besser fernhalten, Horrorfreaks werden schreien vor Freude.

DVD-Cover GhostlandGhostland
Regie: Pascal Laugier
Horror
91 Minuten

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