Der Schötmaraner: Interview mit Daniel Dick

Foto: Daniel Dick

Daniel Dick hat nicht nur für Pyrotechnik viel übrig: auch der Ortsteil Schötmar liegt ihm am Herzen. // Foto: ta

Daniel Dick lässt es gern mal krachen. Wenn es um Pyrotechnik geht, dann dreht der sonst eher ruhige Schötmaraner richtig auf. Mittlerweile ist aus seiner Passion für gutes Feuerwerk ein richtiges Geschäft geworden, für das er sogar vor jedem Jahreswechsel einen stationären Laden aufmacht. Außerhalb der Hauptsaison verkauft er seine Pyrotechnik hauptsächlich über seinen eigenen Webshop. Oder er kümmert sich um seinen Ortsteil.

Hallo Daniel, Schötmar liegt dir seit Jahren am Herzen. Wie bringst du dich ein und den Ortsteil nach vorn?
Ich bin seit einigen Jahren Beisitzer im Vorstand des Bürgervereins Schötmar und damit nur einer von einigen, die sich für diesen Ortsteil engagieren.

Nicht wenige Salzufler glauben, und einige sagen es auch, dass es mit Schötmar nicht gerade zum Besten steht. Teilst du diese Meinung?
Diese Auffassung ist ja nicht neu. Und sicher auch nicht ganz zu ignorieren. Doch was soll es bringen, wenn man sich mit dieser Zustandsbeschreibung zufriedengibt? Ich finde es viel besser, wenn man sich einbringt, Ideen entwickelt und die Dinge sowohl im Kleinen als auch im Großen anpackt. Ich bin fest davon überzeugt, dass Schötmar mit seinen Geschäften, Unternehmen, Vereinen und Menschen immer noch ein riesiges Potenzial bietet. Man muss es nur finden und nutzen.

Welche Hauptaufgaben hat für dich der Bürgerverein Schötmar?
In erster Linie verstehen wir uns als Bindeglied zwischen den Schötmaranern und der Verwaltung. Wir fangen Stimmungen, Meinungen und Anregungen auf, um sie im Rathaus vorzutragen. Vor allem hören wir uns bei den Inhabern der Geschäfte und Lokale um, da wir Schötmar als attraktiven Ortsteil weiterbringen wollen.

Und was ist mit den Mitbürgern ohne Geschäft, Praxis oder Unternehmen?
Für die haben wir natürlich auch immer ein offenes Ohr, und dienstags von 16 bis 18 Uhr sogar feste Sprechstunden im Bürgervereinsbüro. Wir sprechen mit jedem und hören uns alles an, auch wenn oft die geäußerte Kritik oder Bitte uns nicht in erster Linie betrifft. Wie schon gesagt: Wir wollen verbinden, damit sich was tut und Schötmar nicht einschläft.

Gegen den drohenden Dämmerzustand wurde ja auch der sogenannte Masterplan für Schötmar ins Leben gerufen. Wie steht es damit zurzeit?
Es geht zumindest voran. Die Idee des Masterplans, die der Bürgerverein Schötmar bereits vor Jahrzehnten angeregt hatte, hat die wichtigsten Phasen durchlaufen. Der Ansatz der Bürgerbeteiligung war enorm wichtig für das Gesamtkonzept, auch wenn es viel mehr negative Äußerungen als wirklich konstruktive Vorschläge gab.

Kannst du uns einen der Vorschläge nennen, die Schötmar weiterbringen könnten?
Ohne die Frage beantworten zu können, wie die Pflege der Anlagen dauerhaft zu gewährleisten ist, finde ich das Erlebbarmachen der Schötmaraner Flüsse sehr spannend. Mit zugänglichen Bega-Auen würden die Attraktivität des Ortsteils und die Aufenthaltsqualität sicher steigen. Es gibt viele weitere interessante Ansätze.

Bleiben wir am Wasser: Nach einjähriger Auszeit wird es am 29. Juni wieder ein Hafenfest geben. Die siebte Auflage ist aber anders als alle anderen Feste zuvor …
Richtig. Allein deshalb schon, weil wir diesmal auf die Schützenwiese ziehen werden und das Programm kompakt auf einen Samstag konzentriert haben.

Wird es denn auch wieder Wasserspiele geben?
Selbstverständlich, denn auch in diesem Jahr suchen wir wieder die Schötmaraner Hafenmeister, die sich mit ihrem vierköpfigen Team gegen alle anderen Mannschaften durchsetzen müssen. Aber das ist noch nicht alles: Auch die Miss Hafenfest 2019 und Salzuflens dehnungsfähigste Limbo-Tänzer werden wir suchen – und ganz sicher auch finden.

Warum der Umzug zur Schützenwiese?
Weil wir hier die besten Möglichkeiten haben, unser Programm mit allen Spielen und Aktionen umzusetzen. Außerdem können die Besucher, die mit dem Auto zum Hafenfest kommen, direkt vor Ort parken.

Kann man noch mitmachen?
Ja, wir haben noch einige wenige Startplätze frei. Zudem könnten wir das Teilnehmerfeld bis kurz vor dem Start des ersten Spiels noch erweitern. Anmelden können sich Teams, die mindestens vier Spieler aufbieten. Das Mindestalter für die Teilnahme ist 12 Jahre. Nach oben hin gibt es keine Grenzen. Die Teilnahmebedingungen und die Anmeldung haben wir unter www.hafenfest.eu ins Netz gestellt.

Gibt es bereits favorisierte Teams?
Nein. Die Spiele haben ihre eigenen Gesetze. Allerdings hat sich bereits eine Mannschaft der Bundeswehr angemeldet. Ich bin gespannt, wie fit die bei der Pool-Kloppe sind …

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