Buch-Tipp: The Beautiful Ones

The Beautiful Ones ist die biografische, teils autobiografische Skizze eines Künstlers, der in Deutschland fast nur noch der Ü40-Generation bekannt ist. Und zwar als derjenige, der irgendwann mal dieses Purple Rain gesungen hat.

Das Buch wird kaum etwas daran ändern, dass das Multitalent aus Minneapolis hierzulande weiterhin nur auf 80er-Partys gehört wird. Denn während es Fans der ersten Stunde kaum wagen, die fast schon heilige Schrift des goldig eingeschlagenen Werkes mit eigenen Fingern umzublättern, werden die „Nichteingeweihten“ wenig mehr als ein schön aufgemachtes Fotobuch mit einigen Faksimiles der Handschrift sowie mit Zeichnungen des Künstlers darin erkennen. Prince hatte sich vor rund 25 Jahren vom Mainstream verabschiedet und nicht wieder zurückgefunden. Seine Exzentrik, die nur noch über die Klatschpresse, nicht aber über die weiterhin fantastische Musik eine große Öffentlichkeit fand, mutierte zum oft belächelten Stigma.

Mit The Beautiful Ones wollte er zurückkehren. Die Autobiografie sollte sein Verständnis von Musik, Kreativität und Rassismus vermitteln – und nebenbei natürlich das größte Musikbuch aller Zeiten werden. 2016, keine zwei Monate nach der Bekanntgabe, ein Buch zu schreiben, starb Prince an einer Überdosis Fentanyl. Die Geschichte bleibt unvollendet.  ta

Buchcover Autobiografie von Prince: The Beautiful Ones
The Beautiful Ones
Prince, Dan Piepenbring
304 Seiten

Biografie / Musik
Heyne Verlag,
32,00 €

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