Szenebild aus dem Film Die Zeit, die wir teilen
Ab dem 31. August 2022 in der Filmbühne Bad Salzuflen zu sehen: Die Zeit, die wir teilen. // Foto: © 2022 – Camino Filmverleih

Die Zeit, die wir teilen bedient ein Genre, das es in Zeiten von Superhelden-Filmen und Schnitt-an-Schnitt-Actionstreifen in letzter Zeit recht selten auf die Kinoleinwände schafft: ein waschechtes, hochemotionales Drama. Zeit für Taschentücher. 

Joan Verra (Isabelle Huppert) ist eine gestandene Verlegerin in Paris. Professionalität und Arbeitseifer haben ihr in Freundes- und Kollegenkreisen den Ruf eingebracht, unnahbar, distanziert und kühl zu sein. Als sie jedoch urplötzlich auf den Straßen von Paris auf Doug trifft, gerät die sonst so souveräne Frau aus der Spur. Denn Doug war Joans erste große Liebe.

Emotional aufgewühlt, verwirrt und von einer unerklärlichen Sehnsucht erfüllt, verlässt die alleinerziehende Mutter die Metropole. Abseits des Großstadttrubels, im Landhaus der Familie, will sie für eine Weile zur Ruhe kommen, die Gedanken ordnen und ihr Leben reflektieren. Joans Sohn Nathan (Swann Arlaud) sowie ihr langjähriger, nicht immer ganz einfacher Freund, der Autor Tim Ardenne (Lars Eidinger), begleiten sie beim Selbstfindungstrip aufs Land.

Hier beginnt Joan alsbald, über die vergangenen 40 Jahre ihres bewegten Lebens zu sinnieren. Intensiv lässt sie die Beziehung zu Doug noch einmal Revue passieren.

Filmplakat zu Die Zeit, die wir teilen

Die Zeit, die wir teilen
Regie: Laurent Larivière
Mit Isabelle Huppert, Lars Eidinger, Swann Arlaud
101 Minuten
Drama
Kinostart: 31.08.2022

© 2022 – Camino Filmverleih

Auch die Gedanken und Erinnerungen an die seit Jahren schwierige Beziehung zu ihrer Mutter schicken Joan auf eine seelisch aufwühlende Reise in die Vergangenheit. Umso mehr, als sie wie aus heiterem Himmel erfährt, dass ihre Mutter vor einiger Zeit ebenfalls in Paris gelebt hat, kürzlich jedoch verstarb. 

Die Gesellschaft ihres Sohnes sowie die von Tim, der insgeheim auf eine romantische Beziehung mit der Verlegerin hofft, werden nun umso wichtiger für Joan. Insbesondere als die drei das Landhaus verlassen und die Wohnung ihrer verstorbenen Mutter aufsuchen, in der sie mit weiteren emotional bewegenden Episoden ihrer Vergangenheit konfrontiert wird.

Die Zeit, die wir teilen (Originaltitel: À propos de Joan) ist eine französisch-deutsch-irische Koproduktion. Premiere feierte der Film bei den 72. Internationalen Filmfestspielen Berlin, wo Hauptdarstellerin Isabelle Huppert überdies mit dem Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wurde.

Christopher Berndt

Trailer:

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