DVD-Check: Schloss des Schreckens

Wann habt ihr das letzte Mal einen Schwarz-Weiß-Film gesehen? Wer sich noch einmal in das nostalgische Erlebnis seiner Kindertage stürzen möchte, sollte auf den alten Schinken Schloss des Schreckens zurückgreifen. Denn Schwärzer und weißer geht es kaum.

Wie es bei amerikanischen Filmen häufig der Fall war, so wurde auch hier bereits bei der Übersetzung des Titels richtig dick aufgetragen. Denn viel besser als das deutsche Gruselversprechen Schloss des Schreckens, passt der unaufgeregte Originaltitel The Innocents (Die Unschuldigen). Damit gemeint sind die Waisenkinder Flora und Miles, die ihrer jungen Gouvernante Miss Giddens (Deborah Kerr) das Landleben zur Hölle machen. Zwar geben sich die Kinder offiziell nett und brav, doch immer mehr Hinweise lassen das ambitionierte Kindermädchen befürchten, dass die beiden Sprösslinge besessen sind. Auch die Tatsache, dass sich bereits allerlei Furchtbares im Umfeld der Kids ergeben hat, wirkt nicht gerade beruhigend auf die Pädagogin. Die Lage spitzt sich zu – die Ursachen dafür bleiben jedoch undurchsichtig.

Das Schloss des Schreckens ist mit seiner viktorianischen Ästhetik, seinen antiquierten Rollenbildern und seinem gemächlichen Erzähltempo ein Fest für Nostalgiker. Ein auf Transformers und Fast & Furious konditioniertes Publikum wird jedoch kaum feststellen können, dass sich die Protagonisten überhaupt bewegen. ta

DVD Cover Schloss des Schreckens

Schloss des Schreckens
Regie: Jack Clayton
Mit Deborah Kerr, Michael Redgrave, Pamela Franklin
100 Minuten
Horror / Thriller
Capelight
Collector‘s Edition

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