SalzstreunerEin prall gefüllter Bahnhof, musikbegeisterte Zuschauer, die sich an der Bühne fast gegenseitig auf den Füßen stehen, lauter Applaus und Chorgesänge der engagierten Zuschauer – Ron Diva und seine Band haben es nach Bad Salzuflen geschafft!

Massive Rückenbeschwerden machten es dem Musiker mitsamt seiner Band unmöglich, den zuvor angekündigten Termin im November wahrzunehmen, doch diese unglücklichen Umstände verwandelten sich zu einem Vorteil. Der zuvor für einen Donnerstag geplante Auftritt fand nun an einem Freitag statt, was mit Sicherheit ebenso zu dem großen und sehr bunten Publikum beigetragen hat wie die Live-Musik selbst.

Meistens mit der Akustikgitarre in der Hand und seiner harmonisch eingespielten Band im Rücken heizte Ron Diva dem Publikum mit den ersten 15 (!) Liedern ordentlich ein. Instrumental war mit Schlagzeug, Bass, Keyboard, Gitarre, Trompete, Saxophon und Posaune alles vertreten, was für einen satten Sound sorgen kann, wobei Neuling und Küken Lennard an den Drums besonders hervorstach. Der gerade einmal 16-jährige Musiker hatte erst vor Kurzem den Job übernommen. Zwischen den Songs der ersten zwei Alben warf Ron Diva immer wieder kurze Geschichten aus seinem Leben ein, stets darauf bedacht, seine Kollegen auf der Bühne nicht zu sehr zu langweilen.

Die ersten drei Zugaben des „Balladen Best of“ spielte Ron Diva solo. Mit viel Gefühl stimmte er in einen neuen Song ein, der wahrscheinlich bald auf der dritten Platte landen könnte. Emotionale Themen wie die Kindheit und das Sterben wurden besungen und mit „Sonnenschein“ und „Stunde für Stunde“ kamen auch bekannte melancholische Lieder auf die Bühne. Im Anschluss bat Diva auch die anderen Bandmitglieder wieder auf die Bühne, es folgten „Weil du da bist“ und „Leih mir dein Mofa“, danach war für Saxofon, Posaune und Trompete Feierabend, während Ron Diva (unterstützt vom Rest der Band) mit dem Text zu „Tag für Tag“ kämpfte, schließlich aber auch mit „Lalala“ Stimmung machte. Anschließend stand Ron Diva noch für einen kleinen Plausch bereit und natürlich konnten auch die Alben erworben werden.

Auch dem Frontman schien die Stimmung im Bahnhof gefallen zu haben: „Gar nicht schlecht“ lobte er das Publikum zwischendurch, was in Mecklenburg als Zeichen größter Anerkennung gelte. Also von uns ein „Gar nicht schlecht“ zurück an Ron Diva und seine Band!

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