Interview mit dem Weihnachtsmann

Der echte Weihnachtsmann

Der echte Weihnachtsmann im Interview

Ran an den Speck und Butter bei die Fische. Weihnachten steht vor der Tür – und alles, was nach Nikolaus, Christkind oder Rentier aussieht, hat bald Hochkonjunktur. Wir haben einen Weihnachtsmann getroffen, der vorgibt, das Original zu sein. Und da das zur aktuellen Saison viele Bartträger behaupten, haben wir unserem Interviewgast mit einigen Fragen auf den Zahn gefühlt. Außerdem haben wir dem Mann im roten Mantel am Bart gezogen  – der war echt.

Hallo Herr Weihnachtsmann, sind Sie fit und motiviert für die kommende Saison?
Worauf du dich verlassen kannst. Übrigens wird der Weihnachtsmann geduzt. Ich bin Walter, äh, ich meine natürlich Santa.

Wo kommst du jetzt gerade her?
Aus Ehrsen-Breden. Da wohne ich, wenn ich nicht gerade oben am Nordpol friere. Aber besonders gemütlich ist es hier jetzt auch nicht gerade.

Seit wann bist du als Weihnachtsmann unterwegs?
Naja, eigentlich schon immer, aber seit 2012 hat der Job für mich ganz schön an Fahrt aufgenommen. Durch einen Zufall bin ich vor die Kamera eines Fotografen geraten. Seine Fotos sind dann bei einer Fernsehzeitschrift mit dem Namen „auf einen Blick” gelandet. Die Redakteure wollten wissen, was der Weihnachtsmann im Sommer so anstellt, somit bin ich in einer Reportage dieser Zeitung gelandet. Seitdem habe ich regelmäßig kleine und große, private und gewerbliche Veranstaltungen. Zum Beispiel trete ich jedes Jahr in der Dortmunder Thier-Galerie auf. Bis zu 90.000 Menschen gehen da an einem Adventssonntag durch. Man kann mich also buchen – natürlich zu Weihnachten aber auch in allen elf anderen Monaten des Jahres.

Und was macht der Weihnachtsmann nun im Sommer?
Och so einiges. Vor allem lässt er seinen Bart wachsen. Nach einem Rückschnitt im Frühling muss das wichtigste Arbeitswerkzeug das ganze Jahr gehegt und gepflegt werden.

Wie ist das mit dem Schenken und Bestrafen? Macht das nach all den Jahren immer noch Spaß?
Und wie! Allerdings gibt es bei mir nichts mit der Rute. Die Kinder sollen sich auf und über den Weihnachtsmann freuen. Ohne Angst zu haben. Gehörigen Respekt haben sie sowieso, sobald ich in meiner Montur vor ihnen stehe.

Apropos Montur? Ist das Outfit, das du trägst, eine Maßanfertigung emsiger Engel?
Nee, ebay.

Wie ist das mit dem Gedächtnis des Weihnachtsmannes. Hat der tatsächlich alle Informationen zu allen Kindern im Kopf?
Im Großen und Ganzen schon. Ein kleines bisschen lasse ich mir jedoch helfen. Je nachdem, wo ich gerade durch den Schornstein steige, geben mir Eltern oder Kindergärtnerinnen den einen oder anderen wertvollen Hinweis.

Also liegst du mit deinen Geschenken auch immer richtig?
Zumindest sehr, sehr häufig. Wenn allerdings der gewünschte 32-Zoll-Fernseher nicht durch den Schornstein passt, kann selbst ich diesen Wunsch nur schwer erfüllen. Das musste ich letztes Jahr einem sechsjährigen Mädchen gestehen. Es hat es dann aber auch eingesehen.

Wie ist das mit deinem Zeitmanagement und dem Weihnachtsstress. Bekommst du das alles unter einen Hut bzw. unter deine Mütze?
Jaja, das funktioniert ganz gut. Ich habe in diesem Jahr sogar noch ein paar Termine frei. So richtig ins Schwitzen gekommen bin ich erst ein einziges Mal. Da habe ich die Straße Grüner Sand nicht gefunden und mich dadurch um eine ganze Stunde verhauen. In voller Montur bin ich durch die Straßen des Ortsteils Werl geirrt und habe hektisch fast sämtliche Straßen und Türschilder der Häuser abgesucht. Die Leute, die mir dabei über den Weg gelaufen sind, die haben vielleicht große Augen gemacht!

Was wünscht sich der Weihnachtsmann selbst zu Weihnachten – vielleicht Schnee im Dezember?
Gott bewahre! Im letzten Jahr habe ich mich bei Schnee so auf den Bart gelegt, dass Weihnachten beinahe ausgefallen wäre …

Wie kann man dich buchen und besuchen?
Am besten über das Internet: www.der-echte-weihnachtsmann.com.

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