Buch-Tipp: Der Wal und das Ende der Welt

Der Wal und das Ende der Welt von John Ironmonger ist ein Buch, das gleich auf vielfache Weise fasziniert.

Schon zu Beginn des Romans fesselt die seltsame Geschichte eines jungen Mannes, der nackt am Strand eines englischen Fischerdorfes angespült wird. Recht schnell greift die Begeisterung auf die weichgezeichnete Beschreibung der Bürger St. Pirans über. Da es nur 307 Einwohner sind, die das Dorf mit Leben füllen, erhält der Leser recht schnell einen umfassenden Eindruck davon, wie langsam die Uhren in diesem Kaff ticken.

Die Zeit scheint hier schon lange stehengeblieben zu sein. Als auch ein riesiger Finnwal am Strand des Fischerdorfes angespült wird, kann sich der Fremde, der sich schnell berappelt hat, als Motivator und Koordinator der spontanen Wal-Rettungsaktion beweisen. Herzlich wird er anschließend in die Gemeinschaft von St. Piran aufgenommen; auch seine eigene Situation und seine Herkunft scheinen sich zu klären.

Die anrührende Geschichte aus dem Mikrokosmos der englischen Grafschaft Cornwall könnte hier enden – tut sie aber nicht. Denn selbst das verlassene St. Piran existiert nicht gänzlich autark in einer Schneekugel. Eine Bedrohung, die die ganze Welt erfasst, betrifft auch die kleine Gemeinde. Doch die weiß sich zu helfen. Sie beweist, worauf es in einer Gesellschaft tatsächlich ankommt. Philosophisch, poetisch.

Buchcover Der Wal und das Ende der Welt
Der Wal und das Ende der Welt
John Ironmonger
480 Seiten
22,00 €

S. Fischer Verlage

Hörbuch:
24,95 €
Argon Verlag

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