30.11.2011 // TV-Tipp heute: „TRANSIT“

Wer heute abend noch das richtige Programm sucht, dem sei um 23.40 Uhr der Film „TRANSIT“ im Bayrischen Rundfunk empfohlen. Nicht nur, weil es ein guter Film ist, sondern auch weil ihn ein Salzufler produziert hat. Benedikt Böllhoff hat an der HFF-München Produktion und Medienwirtschaft studiert. „TRANSIT war jetzt mein erster „fast“ langer Film, der mittlerweile im DVD Handel gelandet ist“. Der Film ist die Abschlussarbeit von Regisseur und Drehbuchautor Philipp Leinemann, selbst fünf Jahre lang mit einem Sattelschlepper gefahren und mit seiner Geschichte die Sicht des Publikums auf den eher unbeachteten zweiten Teil des Rasthofes lenkt.

Für diesen Abschlussfilm an der Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF) konnte Leinemann namhafte Schauspieler gewinnen. Clemens Schick (CINDY LIEBT MICH NICHT, UNSCHULDIG, CASINO ROYALE) spielt den LKWFahrer Martin, der seinem Leben zu entfliehen versucht und dabei auf Ramona, gespielt von Annika Blendl (UNKRAUT IM PARADIES, MARIA AM WASSER, ZWEIOHRKÜKEN) trifft. In weiteren Rollen sind etablierte Schauspieler wie Andreas Hoppe (TATORT) als Spediteur Roland und Bernd Michael Lade (TATORT) als Zuhälter Schäfert zu sehen. Als besonderen Gastauftritt hat Jürgen Vogel (BOXHAGENER PLATZ, WICKIE UND DIE STARKEN MÄNNER, DIE WELLE) die Rolle eines LKW-Fahrers übernommen.

Zum Inhalt: LKW-Fahrer Martin (CLEMENS SCHICK) steht kurz vor der Kündigung. Selbst außerhalb der gesetzlichen Lenkzeiten ist es ihm kaum noch möglich, seine Ladungen fristgerecht abzuliefern. Martin ist am Ende, doch er braucht diesen Job. Widerwillig lässt sich Spediteur Roland (ANDREAS HOPPE) zu einer letzten Bewährungstour überreden.

Bei einem Zwischenstopp wird Martin von der Prostituierten Ramona (ANNIKA BLENDL) gebeten, sie ein Stück mitzunehmen. Zu diesem Zeitpunkt weiß Martin noch nicht, dass Ramona vor ihrem Zuhälter (BERND MICHAEL LADE) flieht, der ihnen näher ist, als sie ahnen.

„Transit“ erzählt die Odyssee zweier Menschen, die sich im Kosmos Autobahn täglich neu behaupten müssen. Was für andere Mobilität bedeutet, ist für sie zu einem Gefängnis geworden. So wie Martin an seinen LKW gekettet ist, kann sich auch Ramona nicht von ihrem Wohnwagen befreien. Umgeben von grauer Einöde und abgeschnitten von betonierten Lebensadern, verbinden beide doch die gleichen Ängste und Hoffnungen…

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