Innenstadt bewegt – Neue Fußgängerzone

Alles neu macht der Dezember – zumindest wurde schon mal ein planerischer Grundstein für ein Projekt gelegt, das in den kommenden zwei bis drei Jahren die Innenstadt im wahrsten Wortsinn bewegen wird: Die Renovierung der Fußgängerzone. Passenderweise kommt dieser Grundstein zur rechten Zeit, denn die Stadtwerke müssen den Belag dort ohnehin aufnehmen, um Kanäle und Leitungen zu sanieren.

Mit dem Ratsbeschluss über den Haushalt 2012 und die mittelfristige Finanzplanung sind nun die Würfel endgültig gefallen. Insgesamt 2,1 Millionen Euro sind vorgesehen, 80 Prozent davon gibt es als Förderung vom Land dazu. Möglich wird dies durch ein Städtebau-Förderprogramm mit dem Namen „Aktive Innenstadt“. Diese Förderung ermöglicht es auch, dass die Sanierung die Anlieger keinen Cent kosten wird.

In einem ersten Schritt werden verschiedene Architekturbüros Vorschläge zur neuen Fußgängerzone machen und Pläne entwickeln. Aus den eingereichten Vorschlägen zur Neugestaltung soll dann in 2012 ein Büro ermittelt werden, dessen Plan Grundlage für die Bauarbeiten wird. Dabei wird es sicher interessante Diskussionen geben – man erinnere sich nur an das Drama um die Farbe der Platten vor der Konzerthalle…

Nach dem Beschluss über das künftige Aussehen der Innenstadt soll es nach der Vorstellung der Stadt auch zügig an die Umsetzung gehen. Vor 2013 wird zwar kein Stein bewegt, dann aber soll die Lange Straße in zwei Bauabschnitten bis zum Weihnachtstraum 2013 geschafft sein. Inwieweit dieser ambitionierte Zeitplan machbar ist, wird sich zeigen. Nach der Langen Straße geht es an die Dammstraße. Und auch der Bereich Am Schliepsteiner Tor soll noch in das Förderprogramm aufgenommen werden. Die Sanierung der Parkstraße hofft man später über einen anderen Fördertopf realisieren zu können.

Die Einzelhändler in der Innenstadt und ihre Kunden werden sich 2014 zwar über eine neue Fußgängerzone freuen können, bis dahin müssen allerdings alle erst mal mit einer Baustelle leben. Hier sind viel gute Ideen gefragt, wie man mittels „Baustellen-Party“ oder anderen Aktionen die Besucher trotz Baulärm und gesperrter Wege bei Laune halten kann. Die Bielefelder Altstadt hat das ja schon mal vorgemacht…

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