Streusalz – die Glosse im Juli

In Berlin wird das Stadtschloss wieder aufgebaut. Das lässt auch in Bad Salzuflen Wünsche nach Altem aufkommen.

Während manche die Wiedererrichtung von Zollhäuschen zwischen Schötmar und Salzuflen favorisieren, hat der Wunsch nach Wiederbelebung eines Kinderhilfs-Vereins nur eine kleine Lobby. Die Besinnung auf Vergangenes hat auch seine Vorteile: Mit einer neuen (alten) Saline zur Salzgewinnung auf dem Salzhof ließen sich die Einnahmen des Staatsbades erhöhen. Auch die Lärmdiskussion um den Salzhof wäre beendet, da in Industriegebieten andere Lautstärken erlaubt sind. Ein neues Geschäftsmodell macht übrigens derzeit die Runde: Man kauft ein Glas und vermietet es seinem Stammwirt. Jedes Mal, wenn ein Gast aus dem Glas trinkt, wird Miete fällig. Das Glas gehört einer Liechtensteiner Gesellschaft und wird als „neues Investorenmodell der Gastronomie“ gefeiert. Böse Zungen behaupten, dass Uli Hoeneß bereits überlegt, wie man das Modell auf Bratwürstchen übertragen kann. Nach etwa 10 Jahren gibt es eine CD mit den wichtigsten betriebswirtschaftlichen Ergebnissen. Die bringt ein Finanzbeamter mit und hilft ungemein, um für eine Selbstanzeige den Überblick zu behalten.

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