„Wehe, wenn Sie losgelassen”, was in Schillers Glocke sicherlich anders gemeint ist, lässt sich auch auf die peinlichen Sommerhits und Modetänze eines Jahres übertragen.

Vor 40 Jahren tanzte das enthemmte Partyvolk den Bump. Bei diesem Paartanz gab es keinerlei Berührungen, bis auf das rhythmische Aneinanderstoßen mit dem Hintern bzw. der Hüfte. Die Welle, die die britische Glam-Rock-Band Kenny bereits 1974 mit dem Hit The Bump ausgelöst hatte, ließ Penny McLean im Sommer 1975 mit Lady Bump bis zur Spitze der deutschen Charts schwappen. Was so international und hip über die Lautsprecher daher kam, war der Beginn der Munich Disco-Welle. Denn Penny McLean heißt mit bürgerlichem Namen Gertrude Wirschinger, der markerschütternde Schrei des Refrains kam von Gitta Walther (die sich auch gern mal Jackie Robinson nannte) und hinter dem Texter Stephan Prager steckte der Maffay-Entdecker und Schlagertexter Michael Kunze. Noch im selben Jahr feierten Kunze und Wirschinger mit Linda G. Thompson (Linda Uebelherr) und Ramona Wulf (Ramona Kraft) den internationalen Durchbruch und mit Fly Robin Fly einen Nummer-1-Hit in den USA – als Silver Convention. Heute schreibt McLean esoterische Bücher. ta

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