Innenstadt bewegt: Krach in der Stadt

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Lärmende Musikanten in der Langen Straße, Pöbeleien auf dem Salzhof, Trickdiebe in der Steege: Die neugestaltete Salzufler Fußgängerzone ist inzwischen auch ein Magnet für unerwünschte Besucher geworden.

Zuletzt platzte den Anliegern des Salzhofes wegen der steigenden Zahl alkoholisierter Dauergäste vor den Ladentüren der Kragen. Nach einer gemeinsamen Petition an den Bürgermeister beruhigte sich die Lage vorerst wieder. Dafür klagen nun die Ladeninhaber in der Langen Straße über den massiven Zustrom von Straßenmusikern. Was für den spazierenden Passanten eine nette Abwechslung ist, ist für die Geschäftsleute inzwischen ein echtes Problem: Kundengespräche sind unmöglich und das Telefonieren geht nur bei geschlossenen Türen und Fenstern. Spätestens nach drei Liedern wünscht sich mancher die Baustelle mit Bagger und Presslufthammer zurück.

Ein neues altes Instrument soll künftig helfen, etwas mehr Ordnung und Sicherheit in die Stadt zu bringen. Seit 18 Jahren besteht bereits eine Ordnungspartnerschaft zwischen der Stadt Bad Salzuflen und der Polizei – jetzt sollen die Schwerpunkte der Zusammenarbeit neu definiert werden. Die Problemliste ist lang – nicht nur in der Innenstadt. Auch in Schötmar wird immer wieder über Konflikte in der Schülerstraße und auf dem Schulhof der Grundschule am Kirchplatz geklagt. Inzwischen ist es soweit, dass der Schulhof eingezäunt werden muss.

Vor einem Jahr war die Ordnungspartnerschaft schon einmal Thema in der Politik: Es wurde vorgeschlagen, die Einrichtung einer City-Wache wie die in Herford, verbunden mit einer Intensivierung der Ordnungspartnerschaft zu prüfen. Kostenpunkt nach Aussage der Verwaltung: Rund 225.000 Euro pro Jahr. Der Aufgabenkatalog wäre vielfältig, von der Verkehrsüberwachung (Knöllchen) über das Ahnden von Ordnungswidrigkeiten bis zur Kontrolle von fliegenden Händlern, Musikern und Bettlern. Eine endgültige Entscheidung darüber ist noch nicht gefallen, aber es mehren sich die Stimmen derer, die mehr Sicherheit in der Stadt fordern. Die Verwaltungsvorlage formulierte es so: „In Abstimmung mit der Kreispolizei könnte eine Stadtwache eingerichtet werden, um den geänderten Lebensverhältnissen und dem erhöhten Sicherheitsbedürfnis der Bürger zu entsprechen.” Na, denn …

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Das meinen andere Leser zu "Innenstadt bewegt: Krach in der Stadt":


schrieb am

Musik ist das größte Problem in der Innenstadt? Straßenmusik gehört in jede Innenstadt!

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schrieb am

Klar, man muss die Kosten („225.000“) ja irgendwie wieder reinholen. Daher ist die Verkehrsüberwachung („Knöllchen“) natürlich naheliegend. Der Autofahrer wird also einmal mehr zur Kasse gebeten.

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