Besinnung – Die Glosse für den April

Darf man heutzutage noch Witze machen? Ja, man muss es vielleicht sogar. Binnen weniger Tage sind wir aus dem normalen Alltagswahnsinn in eine Welt der Kontaktverbote, verordneter Distanzierung, Selbstisolierung und Einkaufswagenpflicht gerutscht. Abrupt sind wir aus dem Hamsterrad gebremst und in den Hamsterkauf geschubst worden. Und doch wundern wir uns noch immer, dass sich dieses Katastrophenfilm-Szenario noch so normal anfühlt – zumindest dann, wenn man nicht selbst direkt betroffen ist.

Leider dreht sich auch der Humor aktuell nur um das eine Thema. Ein anderes gibt es einfach nicht. Selbst der Dauerbeschiss der FIFA ist kaum noch eine Pointe wert. Akzeptiert ist er ohnehin längst. Wen kratzen denn schon wirklich die offensichtlichen Mauscheleien um die Vergabe der Weltmeisterschaften 2018 und 2022, wenn heute sogar Ex-Profis und Vereinsvorstände gut bezahlte Werbung für Sportwetten und Glücksspiele machen dürfen? Immerhin spenden einige Profis ja auch Millionen und einige verzichten sogar auf Teile ihres Gehalts – manche aber auch nur, um ihre Geldmaschine Profifußball am Leben zu erhalten.

Wer weiß: Vielleicht gelingt es uns ja, uns in diesen Tagen auf das zurück zu besinnen, was wirklich wertvoll für unser Leben ist: Gesundheit, Familie, Freundschaft – und die Sportschau.

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