Die Stadtgeschichte der Szeneviertel

Salzstreuner

Foto: ta

Vor fünf Jahren begannen wir im Salzstreuner mit einem Rundgang durch die Szeneviertel von Salzuflen und Schötmar. Später wurde die Rubrik von der Stadtgeschichte abgelöst. Heute wollen wir noch einmal durch die Szeneviertel bummeln, um zu schauen, was sich seit 2010 getan hat.

Beginnen wir am Ostertor, das die meisten Veränderungen noch vor sich hat: Während das indische Restaurant aus dem ehemaligen Zambo bzw. Nante inzwischen in die Dammstraße umgezogen ist, soll das Gebäude demnächst abgerissen werden und einer Erweiterung des Best Western Hotels Platz machen. Über eine Glasbrücke über die Grabenstraße sollen die Teile verbunden werden; im Erdgeschoss wird ein Gasthaus Platz finden. Auch vor der Haustür wird in den nächsten zwei Jahren gebaut: Fernwärmeleitungen und ein neues Pflaster (bis zur Steege) werden hier verlegt.

Ein Stück weiter, Am Markt, hat sich inzwischen das Bermuda-Dreieck der Salzufler Gastronomie etabliert. Mit Lebenslang, Anno, Klar Text, Toro Blanco, Ratskeller, Bar Hermann, Il Faro, Stadtcafé und Ratsstübel ist für jeden Geschmack etwas dabei – in einem Radius von knapp 200 Metern. An der Ecke von Steege und Wenkenstraße beginnt schon das neue Pflaster. Es vermittelt einen Eindruck, wie 2017 auch der Markt aussehen wird. Hier entsteht am Bettenhaus Kunkel ein weiteres gastronomisches Angebot, während sich auf der gegenüberliegenden Salzeseite das zweite Bermuda-Dreieck mit dem Grünauer, dem Alexandra, dem Muckefuck, den Salzestuben, dem Stadtgespräch und dem PapperlaPUB befindet.

Salzstreuner

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Die Lange Straße hat jüngst mit ihrem Geysir-Brunnen für Kopfschütteln und Lacher gesorgt. Seitdem die Möbel (Bänke und Mülleimer) aufgestellt werden, macht die neue Fußgängerzone insgesamt aber schon einen sehr wohnlichen Eindruck. Dazu trägt natürlich auch das gastronomische Angebot bei: Das Il Gabbiano im ehemaligen Stadt- und Bädermuseum, das Eiscafé Dolomiti gegenüber (mit immer noch genügend Plätzen für alle) und auch das Café am Herforder Tor erfreuen sich größter Beliebtheit – nicht nur bei Menschen, die sehen und gesehen werden wollen. Am Schliepsteiner Tor entsteht ein neues Wasserspiel, ähnlich dem auf dem Konzerthallenvorplatz. Damit wird sicher auch dieser Platz ein neuer Anlaufpunkt für Salzufler und Gäste. In der Filiale des Dolomiti, in der Kupferkanne, im Café Rosengarten und im neuen Eiscafé Caramia wird man im Sommer seinen Platz schon morgens einnehmen müssen. Leider schaut man dabei immer noch auf den leeren Quellenhof, wo sich nichts tut …

Ruhiger geworden ist es auch am Hafermarkt – hier warten noch einige (Fachwerk-) Häuser auf die Erweckung aus dem Dornröschen-Schlaf. Das Backs und der Salzsieder bieten noch immer viel Flair und Atmosphäre. Und auch die umgebauten ehemaligen Bauernstuben strahlen hell – doch drumherum geht noch was. Das Tante Emma wartet noch auf neue Betreiber, während sich die Trattoria Toscana ungebrochener Beliebtheit erfreut. Die Scheune am Hafermarkt steht weiterhin leer. Trotzdem lohnt es sich, am Hafermarkt wie auch anderswo, die Schritte in die Nebenstraßen zu lenken: Zum Beispiel in die Dammstraße, wo neben dem Welsche-Imbiss nun Munzur II (im ehemaligen Kochlöffel) lockt, oder, ein paar Meter weiter, in die Kate. Auch die Straßen um den Salzhof haben nach wie vor eine Menge zu bieten: das Café Herzhaft, das Café Ambiente, das Restaurant Hellas und die Kleine Kneipe zum Beispiel. Mit dem neuen Da Carlo, dem Restaurant Odysseus und den Herforder Bierstuben ist das Herforder Tor eine gute Wahl – und besonders naheliegend nach einem Kinobesuch.

Unsere Szeneviertel können sich mehr denn je sehen lassen. Weiterhin gilt: Wir leben da, wo andere Urlaub machen!

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