DVD-Check: Ewige Jugend

ewige-jugend-YTH.PL_A4_award_rgb_300dpiEinfach schön: Hätte man vor 30 Jahren Michael Caine und Harvey Keitel in einen Film gepackt, wäre sicherlich  ein veritabler Thriller dabei herausgekommen – doch die Herrschaften sind alt geworden.

Und genau deshalb passen die beiden Ausnahmeschauspieler auch hervorragend in das neue Filmgemälde Ewige Jugend von Paolo Sorrentino. Caine und Keitel verkörpern die beiden Freunde Fred und Mick, die in einem vornehmen Luxushotel in den Schweizer Alpen den alten Zeiten nachhängen, sich der Gegenwart stellen und die Zukunft nur stückweise an sich heranlassen. Begleitet werden sie von kuriosen Figuren, die ihrerseits mit den Dämonen ihrer Furcht und den Folgen ihrer Lebensweisen zu kämpfen haben.

Die Handlung des Films ist allerdings nebensächlich – viel wichtiger sind die Bilder und die Dialoge. Atemberaubende Landschaftsaufnahmen, überzeichnete Figuren und das traurig-schöne Sinnieren der Senioren über das Leben, die Sehnsucht und die Emotionen machen Ewige Jugend zu einem Erlebnis, das man sich wie ein aufregendes Gemälde tatsächlich immer wieder ansehen mag. „Emotionen sind alles, was wir haben”, heißt es im Film. Könnte was dran sein.  ta

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