Buch-Tipp: Die Spionin

Paulo Coelho widmet sich der berühmtesten Spionin der Geschichte. Mata Hari wurde als Margarethe Zelle 1876 in Holland geboren, 1917 von einem französischen Militärgericht verurteilt und daraufhin hingerichtet. Als Doppelagentin H21 soll sie auch für Deutschland spioniert haben.

Coelho verfasst einen fiktiven Brief, den Mata Hari am Tag vor ihrem Tod an ihre Tochter schreibt. Darin  berichtet sie von Begegnungen mit Picasso und Modigliani, erklärt, warum man sie des Hochverrats verdächtigt, und erläutert, warum dies „zu Unrecht” geschehe. Als Mädchen sei sie von ihrem Lehrer vergewaltigt worden.

Um der Schande im spießigen Holland zu entkommen, heiratet sie einen brutalen Offizier. Sie geht mit ihm nach Java, wo sie den Tanz der Eingeborenen, der zu ihrem Markenzeichen wird, erlernt. Als sich eine Bekannte vor ihren Augen das Leben nimmt, beschließt Mata Hari, ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen. Mit dem Künstlernamen Mata Hari (Auge des Tages) wird sie im aufgeschlossenen Frankreich mit ihrem erotischen Tanz schnell berühmt und wohlhabend. Als Jugend und Schönheit jedoch zu vergehen drohen, beginnt sie, ihren Körper an einflussreiche Männer zu verkaufen – in der Hoffnung, dass sie einer dieser Herren vor dem Tod retten wird. Doch selbst der einzige Mann, den sie je liebte, verriet sie vor Gericht. Tragisch.

Buch-Cover: Die Spionin von Paulo Coelho

© Diogenes Verlag

Die Spionin
Paulo Coelho
Diogenes
192 Seiten
19,90 €

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