Buch-Tipp: Das Licht

Die US-amerikanische Geschichte reicht nicht ganz so weit zurück wie die europäische. Also muss sich der literarische Chronist mit den Meilensteinen der jüngeren Historie befassen. Zum Beispiel mit der Entdeckung und dem kurzen Triumphzug von LSD.

T. C. Boyle zählt zu den renommiertesten amerikanischen Schriftstellern der Gegenwart. Der mittlerweile 70-Jährige erfreut seine (vor allem deutsche) Fangemeinde nun mit einer schlüssigen und penibel erzählten Geschichte, die mit der bewusstseinserweiternden LSD-Entdeckung im schweizerischen Basel beginnt und mit der grauen Ernüchterung der Hippie-Jünger endet.

Wie in seinen anderen Romanen auch, bringt Boyle seine Leser in Das Licht mit historisch verbrieften Persönlichkeiten zusammen. Im Prolog lässt er die Laborantin Fräulein Ramstein als Zeugin dabei sein, wenn sich der Sandoz-Chemiker und LSD-Entdecker Albert Hofmann in einem Selbstversuch in andere Sphären beamt. In der Hauptgeschichte gerät das Durchschnittspaar Fitz und Joanie in die Umlaufbahn des Psychologen und Acid-Gurus Timothy Leary. Selbstverständlich dreht sich in Das Licht vieles (wenn auch nicht alles) um Sex, Drugs und Jazz. Doch Boyle geht es vor allem um das, was vor und nach dem Trip passiert – mit den Erwartungen und den Hoffnungen. Auch als Hörbuch sehr zu empfehlen.  ta

Buchcover Das Licht von T. C. BoyleDas Licht
T. C. Boyle
384 Seiten
25,00 €

Hörbuch:
Der Hörverlag
17,45 €

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