DVD-Check: Die Frau des Nobelpreisträgers

Die Geschichte hinter der Geschichte: Die Frau des Nobelpreisträgers kennt sie genau, verrät sie aber nicht.

Die mittlerweile 72-jährige Glenn Close (Eine verhängnisvolle Affaire) erhielt für ihre Darstellung dieser wahrhaft besseren Hälfte ihre siebte Oscar-Nominierung. Gewonnen hat sie diese Trophäe allerdings nie, was wiederum hervorragend zu diesem Drama passt. Denn auch Joan Castleman (Glenn Close) steht stets in der zweiten Reihe – also dort, wo die Scheinwerfer und Blitzlichtgewitter nicht hinkommen. Und dabei verdankt Ehemann John (Jonathan Pryce) ihr doch alles: Als gefeierter und mehrfach ausgezeichneter Schriftsteller konnte er sich immer auf die Unterstützung seiner Gattin verlassen. Selbst dann, wenn er mit seinen Eskapaden und Affären viel zu weit ging. Als die Castlemans davon erfahren, dass John den Nobelpreis für Literatur gewonnen hat, könnte sich das Paar am Ziel seiner Träume wähnen. Doch gerade dieses Ereignis, für das John und Joan gemeinsam mit ihrem glücklosen Sohn nach Schweden reisen, reißt alte Wunden auf. Mit schwerwiegenden Folgen …

Den vergoldeten Leidensweg, den Joan im Film nur 97 Minuten durchhalten muss, lässt erahnen, welche Demütigungen die Frau des Genies drei Jahrzehnte lang ertragen hat. Spannend, fesselnd, ergreifend. ta

DVD Cover Die Frau des NobelpreisträgersDie Frau des Nobelpreisträgers
Regie: Björn Runge
97 Minuten
Drama

Artikel teilen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ja, ich akzeptiere die Hinweise zur Verarbeitung meiner Daten in der Datenschutzerklärung *.