Wenn man einen Blick auf die diesjährige Liste der Vorschläge zum Jugendwort 2021 riskiert, könnte man im Prinzip drei verschiedene Reaktionen zeigen. Nummer eins: Unverständnis. Wo kommen diese Wörter überhaupt her? Und spricht die Jugend wirklich so? Sind die Wörter „akkurat“? Das wäre doch einfach zu „wyld“. Reaktion Nummer zwei: Entsetzen. Man ist so alt, wie man sich fühlt. Und wenn man bei den Jugendwörtern nur noch Bahnhof versteht, fühlt man sich schnell steinzeitalt. Doch keine Panik. Nur weil man etwas nicht versteht, bekommt man von der Jugend noch nicht gleich das Prädikat „Geringverdiener“ verpasst. Und außerdem: Die Auswahl der Wörter kommt schon etwas „sus“, also überaus verdächtig daher. Wer weiß schon, wer wirklich in der Langenscheidt-Verlags-Jury sitzt? Die können einem viel erzählen. Zum Beispiel, dass junge Menschen tatsächlich das Wort „papatastisch“ verwenden, wenn sie etwas besonders schön finden. Oder dass die Sprösslinge an einem Mittwoch jetzt immer an einen Frosch denken. Und um Zustimmung zu zeigen, reiche ein flapsiges „same“. Die gesündeste Reaktion ist wohl die Dritte: Die Liste einfach mal mit Humor nehmen. Auch wenn einige Wörter ganz sicher etwas „cringe“ sind.

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