Der Buchtipp: Don Winslow: Tage der Toten

Don Winslow: Tage der Toten Eine Leseempfehlung von Monika Häußermann und Natalie Wagemann, CityBuch Bad Salzuflen

Es herrscht Krieg in Mexiko, Drogenkrieg. Der mexikanische Staat kämpft mit amerikanischer Unterstützung gegen die Drogenkartelle und diese bekämpfen sich auch untereinander. Es geht um Geld, Drogen, Waffen und politische Macht in Mexiko und den USA. Das Mittel der Wahl: Gewalt. Entführung, Folter, Mord. Der Zweck heiligt jedes Mittel. Mitten drin: Der DEA Agent Art Keller, der auch einen persönlichen Rachefeldzug führt, italienische Mafia-Clans aus New York und ein mexikanischer Bischof, der Anhänger der Befreiungstheologie ist. Keiner ist nur gut oder nur böse. Alle haben Dreck am Stecken. Leiden und sterben dürfen zu meist die Unschuldigen. Winslow hat journalistisch genau recherchiert und lässt vor dem Hintergrund authentischer Ereignisse die fiktiven Akteure mit atemberaubender Realität handeln. Es wird so hart und brutal erzählt, wie es ist und trotzdem sind die Charaktere klar und in sich differenziert gezeichnet. Die Story schildert die Zeit von 1973 bis 2004, aber der Krieg geht weiter, wie man in jeder aktuellen Nachrichtensendung sehen kann. Hier werden die Hintergründe geschildert. Nichts für schwache Nerven, aber unbedingt lesenswert.

Eine Leseempfehlung von Monika Häußermann und Natalie Wagemann, CityBuch Bad Salzuflen

Don Winslow, Tage der Toten
Suhrkamp Verlag

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