Kennt ihr noch Kuli? Oder Blacky? Oder Wim? Bestimmt! Aber kennt ihr auch noch die Gewinner und Verlierer ihrer abendfüllenden Quizshows? Wohl kaum. Denn wenn die Dinos der deutschen Fernsehunterhaltung die Familie zu EWG (Einer wird gewinnen), Auf Los geht‘s los oder Der große Preis an den Fernseher lockten, dann konnten Menschen zu etwas Geld kommen, die zwar recht helle im Oberstübchen waren, die aber sonst auch noch einem ordentlichen Beruf nachgegangen sind. Man fieberte mit und gönnte den cleversten Kandidaten das bisschen Ruhm und das bisschen Geld. Schließlich hatten sie was drauf!

Heute ist das anders: Fast täglich laden die Pilawas, die Pflaumes oder die dauergrinsenden von Hirschhausens zum Ratespiel mit Promis ein. Es scheint fast unmöglich, selbst bei wohldosiertem Zappen durch die (meist öffentlich-rechtlichen) Sender nicht mindestens zweimal pro Abend eine Schöneberger, dreimal einen Hoëcker und viermal einen Elton auf dem Flatscreen kleben zu sehen. Selbst die mediale Selbstinszenierung von Günther Jauch bekommt erst dann den richtigen Schliff, wenn ein Promi-Special jedem teilnehmenden „Star“ mindestens einen IQ im Wert von 64.000 Euro Siegprämie attestiert. Raten während einer Quizshow macht auch heute noch richtig Freude. Vor allem bei der Frage: Wo ist die Fernbedienung?

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