Buch-Tipp: Die drei Dimensionen der Freiheit

Keine Bange: Auch wenn Billy Bragg einer der populärsten britischen Singer-Songwriter (A New England) ist, geht es in dieser Rezension nicht schon wieder um Musik – sondern um uns alle.

Auch in seinem zweiten Buch greift der mittlerweile 62-jährige Bragg das Thema auf, das ihn schon als Musiker stets bewegte: Eine bessere und gerechtere Welt. Der Weg dorthin scheint für Bragg gar nicht mal über allzu viele Hürden zu führen. Das Problem ist nur, dass alle gleichzeitig gemeistert werden müssen, wenn das gute Leben für viele und nicht nur für einige wenige Menschen möglich werden soll. Liberalität, Gleichheit und Verantwortlichkeit bezeichnet der Brite jene Dimensionen, auf die es ankommt. Wie diese Dimensionen seit dem Zweiten Weltkrieg vor allem vom Neoliberalismus umgedeutet, vereinnahmt und ignoriert wurden, schildert Billy Bragg am Beispiel zahlreicher politischer Prozesse und Phänomene. Natürlich ist auch Trump wieder ein Thema des Buches, ebenso wie der Brexit, die Digitalisierung und das Aufpoppen der Populisten. Doch so messerscharf, klar und kompakt wie in diesem Mini-Büchlein hat man selten die Zusammenhänge erklärt bekommen, die möglicherweise für den Untergang des Allgemeinwohls sorgen könnten.

„Wir leben in einem Zeitalter der Wut“, schreibt Billy Bragg – ist die Wut unsere einzige Antwort auf die Fragen der Zeit?

ta

Buchtitel Die drei Dimensionen der FreiheitDie drei Dimensionen der Freiheit
Billy Bragg
Politik / Gesellschaft
144 Seiten
Heyne Encore
12,00 €

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